Die häufigsten Fehler beim Bloggen + 3 persönliche Fragen an Nina Schwichtenberg

Ungefähr sieben Monate sind jetzt seit der Gründung meines Blogs vergangen. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Es stellt sich mir die Frage – was ist schon ganz gut und woran lässt sich noch arbeiten? Welche Fehler beim Bloggen mache ich? Um meine eigene Blog Arbeit so objektiv wie möglich bewerten zu können, orientiere ich mich an einem im letzten Jahr von Nina Schwichtenberg verfassten Blogpost: Die 10 häufigsten Fehler beim Bloggen. Nina Schwichtenberg ist eine der bekanntesten Modeblogger Deutschlands – sie muss es also wissen. Aufmerksam auf Nina und ihren Blog fashiioncarpet wurde ich vor längerer Zeit durch ein kleines Bild in der InStyle. Seitdem folge ich ihr auf Instagram und lese ihren Blog regelmäßig. Die meisten von Euch kennen sie sicher. Sieben der häufigsten Fehler habe ich also für meinen Blog unter die Lupe genommen. Ninas Original Artikel könnt Ihr übrigens hier nachlesen.

1. Du schreibst Deine Texte für Google & SEO

Dass SEO (Suchmaschinenoptimierung) irgendwie wichtig ist, habe auch ich schon mitbekommen. Hierbei werden Websites und Blogbeiträge so optimiert, dass sie in Suchmaschinen ein besseres Ranking erzielen. Hinweise wie »Die Keyword-Dichte beträgt 0,2%, was ein wenig niedrig ist.« erscheinen regelmäßig auf meinem Dashboard. Nicht optimal, aber so weiß ich: alles richtig gemacht. 😉 Und ganz ehrlich – ich hab sowieso keine Ahnung, wie man es besser macht.

2. Zu viele Rechtschreibfehler

Rechtschreibfehler vermitteln nicht gerade einen guten und professionellen Eindruck. Weder beim Bloggen noch sonst wo. Flüchtigkeitsfehler können natürlich mal passieren, aber ich bin ein Kontrollfreak. Ich habe schon eigene Kommentare wieder gelöscht, weil ich am Ende einen Fehler übersehen hatte. Mir sind Rechtschreibfehler echt peinlich und mir fallen sie auch auf anderen Blogs auf. Aber ich äußere mich dazu nicht. Meistens.

3. Unübersichtliche Textstrukturen

Nina empfiehlt bei der Erstellung eines Blogposts mit Unterüberschriften und regelmäßigen Absätzen zu arbeiten, um die Lesbarkeit für die Blogbesucher zu erleichtern und sie nicht gleich mit einem dicken Textblock zu erschlagen. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass mich ein ellenlanger Textblock eher zum Wegklicken als zum Weiterlesen motiviert. Und das unabhängig vom möglicherweise guten Inhalt. Den Einsatz von Unterüberschriften nehme ich direkt in mein Repertoire auf. Schon bemerkt?

4. Falscher Einsatz von Bildern

Da ich keinen reinen Fashionblog betreibe, halte ich mich mit Bildern meistens etwas zurück. Sechs Bilder in einem Blogpost war mein Rekord bislang. Meine Devise ist hier: weniger ist mehr. Zugegebenermaßen ist dieses Motto aber auch der Tatsache geschuldet, dass mir nicht jederzeit und überall ein talentierter Fotograf zur Verfügung steht. Ja. So ist es.

5. Komm ich heute, komm ich morgen

In diesem Punkt liegt definitiv meine persönliche Schwachstelle. Ich beherrsche die Kunst der unberechenbar erscheinenden Blogposts perfekt. Und das, obwohl allgemein bekannt ist, wie notwendig regelmäßige Posts sind, um das Interesse seiner Leser zu erhalten. Das ist auf jeden Fall eine Sache, an der ich arbeiten muss – obwohl ich noch nicht so ganz genau weiß WIE. Ich habe zwei Jobs (mit Blog also eigentlich drei ;)) und ein paar Menschen um mich herum, mit denen ich gern Zeit verbringen möchte. Eine Frage der Organisation wahrscheinlich und ich werde mir ein paar Gedanken darüber machen. Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich?

6. Sich unter Wert verkaufen

Mein Blog hat einen Wert?! Manchmal bin ich tatsächlich überrascht, wenn mich jemand auf meinen Blog anspricht. Noch mehr wundert es mich dann, wenn ich Feedback zu meinen Beiträgen bekomme, von Leuten, bei denen ich nie erwartet hätte, dass sie überhaupt von meinem Blog wissen. Das freut mich dann natürlich sehr. Und es gibt wirklich ein paar Menschen, die meine Blogposts auf Facebook teilen. Da ich meinen Blog aber noch ziemlich am Anfang sehe, ist dieser Punkt nicht wirklich aktuell für mich. Sollten sich die Kooperationsanfragen irgendwann in meinem Postfach stapeln, werde ich nochmal über meinen Wert nachdenken. 🙂

7. Erfolge über Nacht erwarten

Natürlich würde ich mich über Erfolge mit tephora freuen. Das tue ich bereits jetzt, wenn ich einen tollen Kommentar oder eine Kooperationsanfrage bekomme oder jemand meine Seite weiter empfiehlt. Mehr kann ich mit dem Einsatz, der mir im Augenblick zur Verfügung steht, nicht erwarten. Die Konkurrenz ist groß und die Leser anspruchsvoll. Hier schließt sich der Kreis dann zu meiner persönlich größten Baustelle: Punkt Nummer 5. Komm ich heute, komm ich morgen …

Ein kluger Mann hat mal gesagt: »Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.« So ist es doch irgendwie auch beim Bloggen, stimmt’s? Und obwohl es mittlerweile tausende von Blogs allein in Deutschland gibt, sollte man sich auch heute nicht davon abhalten lassen, mit dem Bloggen anzufangen, findet Nina Schwichtenberg von fashiioncarpet .

Ich hatte das große Glück, Nina drei ganz persönliche Fragen zum Thema Bloggen stellen zu dürfen – und hier sind ihre Antworten:

1. Es gibt mittlerweile tausende von Blogs allein in Deutschland. Findest Du, dass ein Blog noch immer ein zeitgemäßes Medium ist und was ist Dein wertvollster Tipp für jemanden, der mit dem Bloggen anfangen möchte?

Absolut! Ich blogge seit 2012 und konnte die Entwicklung der Branche über die Jahre hautnah miterleben. Mittlerweile sind Blogs zu einem ernstzunehmenden Medium geworden, das in direktem Atemzug mit Magazinen und anderen Medien genannt wird. Die »neue« Generation ist von der Pike auf onlineaffin und Blogs zahlen auf diese Affinität zu 100% ein. Wer heute noch einen Blog anfangen möchte, sollte meiner Meinung nach vor allem drei Dinge mitbringen:

  • Leidenschaft (meiner Meinung nach das Wichtigste)
  • Durchhaltevermögen
  • eine Nische finden bzw. etwas, das den Blog von den vielen anderen da draußen abhebt

2. Wann ist Dir zum ersten Mal bewusst geworden, dass Du mit fashiioncarpet Erfolg hast – dass »es läuft«? Gab es so etwas wie einen Schlüsselmoment?

Ich finde es immer schwierig zu sagen, ab wann man Erfolg hat. Das liegt immer im Auge des Betrachters. Dass es gut läuft habe ich persönlich zum einen daran gemerkt, dass immer mehr Menschen meinen Blog gelesen haben, also meine Reichweite gestiegen ist, und dass die Auftragslage mehr wurde. Den einen Durchbruch gab es nicht, es war mehr ein Prozess, der sich über die Jahre entwickelt hat.

Du bloggst seit 2012. Hat es in dieser Zeit jemals Momente gegeben, in denen Du ans Aufhören gedacht hast?

Nein, nie. Ich liebe das Bloggen so sehr und freue mich jeden Tag aufs Neue, dass ich mein Hobby über die Jahre zum Beruf machen konnte. Für mich ist es purer Luxus, meine Leidenschaft für das Schreiben und schöne Dinge wie Mode und Beauty verbinden zu können. Sowohl damals als auch heute steht der Spaß an erster Stelle. Ich glaube, dass man nur dann in etwas wirklich gut sein kann, wenn man liebt, was man tut.

 

Ich danke Nina für tägliche Inspirationen und die Beantwortung meiner Fragen. Und ich danke Euch für das Lesen meines Beitrags. 

Eure Steffi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. Liebe Steffi,

    ein sehr tolle Beitrag 🙂 Er hat mir gezeigt, dass es auch noch andere „Anfänger“ gibt, die ähnliche Probleme haben, wie ich. Sehr schön geschrieben 🙂 Und einige Punkte werde ich mir auch zu Herzen nehmen.

    Ganz liebe Grüße,

    Tabea
    http://tabsstyle.com

  2. Hi liebe Steffi,
    Ganz toller Beitrag! Ich finde es sehr spannend zu lesen wie es anderen Blogger mit der Organisation Ihres Blogs geht und sehe viele Parallelen. An der regelmässigen Veröffentlichung von Posts muss ich auch noch arbeiten 😉 Ich habe mir jetzt einmal ein Planner heruntergeladen. Mal schauen ob es mit dem etwas besser klappt!
    xx, Romana

  3. Ein toller Post mit ganz toller Eigenreflektion ♡ das mit dem Kontinuierlich muss ich auch noch irgendwie mal in den Griff bekommen…. bin da auch mehr Team „unberechenbar“ .

    Liebe Grüße Nadine

  4. Liebe Steffi,
    ein schöner Beitrag! Ich denke, man darf die Freude am Bloggen nicht verlieren, also setze dich selbst nicht so unter Druck, weil du vielleicht nicht so regelmäßig bloggen kannst. Ich finde deine Beiträge immer sehr unterhaltsam geschrieben und man merkt, dass du das gerne machst. Da lese ich lieber weniger, dafür genau das, statt irgendwelche hingeklatschen Beiträge um des Postens willen. Das gibt es auch zu genüge.
    Mach einfach so weiter und schau, wo die Reise hingeht. Vielleicht kommst du eines Tages ja dazu, mehr zu bloggen. Und wenn nicht, ist es auch nicht weiter schlimm.
    Dein kleines Interview mit Nina finde ich übrigens klasse! 🙂

    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  5. Ein super interessanter Post! Ich finde es klasse, dass du deinen Blog quasi an Nina’s Beitrag analysierst. Sich selbst zu reflektieren ist einfach so wichtig um sich selbst zu verbessern 🙂
    Besonders toll fand ich die drei Fragen an Nina, sehr spannende Antworten!

    Liebe Grüße, Caro :*
    http://nilooorac.com/

  6. Super Post!
    Ich habe mich sehr gut unterhalten, Danke für die Denkanstöße! Ich lese immer wieder gerne bei dir.

    Beste Grüße,
    Frau Augensternchen

  7. Liebe Steffi,
    es ist wirklich wohltuend zu lesen, dass es vielen Bloggern ähnlich geht. Ich muss zugeben, dass die SEO Optimierung für mich irgendwie immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, durch die ich mich jedes Mal kämpfen muss. Das Timing meiner Beiträge stellt mich regelmäßig auch vor eine echte Herausforderung. Da muss ich einfach diziplinierter werden, weil ich glaube, dass es ein ganz wichtiger Faktor ist, seinen Lesern Stabilität zu vermittel. Ich habe mir vorgenommen einen Posting Plan zu machen. Mal schauen, ob das hilft.

    xo Rebecca
    http://pineapplesandpumps.com/

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