Macht Shoppen glücklich? 4 Tipps gegen den Kaufrausch!

„Shopping is cheaper than a psychiatrist“

„Ich muss sparen!“ hatte ich mir vor weniger als zwei Wochen (mal wieder) vorgenommen. Seit diesem Tag habe ich mir auch wirklich nur ganz wenig gekauft: den Vichy Minéral 89 Skin Booster (für 20,94€), das gisou Haaröl von Negin Mirsalehi (für 83,15€), goldene Pumps mit Riemchen von Zara (für 49,95€) und ein kleines Portemonnaie aus der Gucci Garden Kollektion (für – ach, egal). Shoppen macht mich glücklich. Aber warum ist das so? Warum ist es so schwierig, zu sparen, obwohl man es sich doch (relativ) fest vorgenommen hat? Warum fühlt es sich gut an, diesem inneren Drang mit Klick auf den »Kaufen« Button im Onlineshop oder mit Zücken der Karte an der Kasse nachzugeben? Und das – obwohl doch wahrscheinlich jeder von uns mehr als genug Zeug in seinen Schränken stapelt. Ich vermute – das hat was mit Psychologie zu tun …

Wenn ich mir meine vier zuletzt gekauften Produkte so angucke, kann ich sogar ziemlich genau erklären, was mich letztendlich zur Kaufentscheidung bewogen hat:

1. Vichy Minéral 89 Skin Booster. Den hat Nina Schwichtenberg auf ihrem Blog fashiioncarpet vorgestellt. Ninas Haut sieht so wahnsinnig schön, glatt und strahlend aus – und wenn das an diesem Skin Booster liegt, dann brauche ich den natürlich auch.

2. gisou Haaröl von Negin Mirsalehi. Habt Ihr jemals Negins Haare gesehen? Eben!

3. Goldene Pumps mit Riemchen von Zara. Die habe ich an den Füßen einer anderen Instagrammerin gesehen und mich schockverliebt. Mein Gedanke dabei war: die sehen besonders aus und passen trotzdem gut zu schlichten Jeans-Outfits wie ich sie gerne trage. Unverzichtbar also. Schockverliebtheit passiert mir übrigens öfter. Könnt Ihr hier lesen.

4. Portemonnaie aus der Gucci Garden Kollektion. Das hatte ich schon vor längerer Zeit gesehen und aus Vernunft gar nicht erst auf meinem Einkaufszettel notiert. Doch dann ist es mir zufällig wieder begegnet – da war es um mich geschehen. Und außerdem hatte ich doch noch gar nichts von Gucci …

In allen vier Fällen hatte ich also das Gefühl, durch den Kauf etwas an mir verbessern zu können: meine Haut, meine Haare, mein Outfit. Inspiriert von Frauen, die mich optisch ansprechen und (vermeintliche) Bedürfnisse in mir wecken. Aber funktioniert das wirklich? Shoppen zur Aufmunterung und Verstärkung positiver Gefühle? Klar ist, Shoppen setzt Dopamin frei – und das macht glücklich. Grund dafür, dass das Unterbewusstsein immer mehr davon verlangt. Das kann ich nur bestätigen. Bereits beim Abholen meiner goldenen Schuhe bei Zara habe ich einen tollen Blazer gesehen, den ich schon von Instagram kannte. In der Luxusparfümerie, die ich kürzlich in Dortmund entdeckt habe, gibt es ein ganz außergewöhnliches Parfüm, das wirklich umwerfend riecht. Und zu meinem Gucci Portemonnaie gibt’s eben auch noch diesen schönen Rucksack – der wäre perfekt!

Macht Shoppen wirklich glücklich?

ABER … ich habe mich zurückgehalten. Stattdessen bin ich nach Hause gefahren und habe recherchiert, mit welchen Tipps man sich dem ganzen Shopping-Wahn mal ein Weilchen entziehen kann. Also aufgepasst, denn möglicherweise liest hier die ein oder andere mit, die das ebenfalls interessiert. 😉

1. Den Kauf analysieren

Was war der Auslöser? Wie war das Gefühl dabei? Will ich das vielleicht nur kaufen, um etwas darzustellen? Analysieren also. Gute Idee. Hab ich bereits gemacht. Siehe oben.

2. Alternativen zum Shoppen finden

Welche Tätigkeit ruft den gleichen emotionalen Effekt wie Shoppen hervor? Hm. Schwierig. Ich würde sagen: Shoppen. Einen Home Spa Beauty Tag einlegen vielleicht. Eine Freundin treffen oder die Lieblingsserie gucken. Aber ob das hilft?!

3. 30-Tage-Regel … Nichts sofort kaufen

Einfach mal abwarten und nach 30 Tagen nochmal überlegen. Will ich das wirklich haben? Von meinen vier Teilen hatte ich das Haaröl bereits mindestens (!) 30 Tage lang im Kopf. Die anderen: mehrere Minuten. Immerhin.

4. Nur noch bar bezahlen

Um den Überblick über sein Budget zu behalten, sollte man nur mit Bargeld einkaufen. Onlineshopping fällt dann damit wohl flach. Schade.

Mein Fazit: Shoppen an sich ist also zwar ein sozial erwünschtes Verhalten, das von Werbung, Gesellschaft und »Influencern« akzeptiert und gefördert wird – trotzdem schadet es sicher nicht, sein eigenes Konsumverhalten hin und wieder mal zu überdenken.

Ich werde mein Kaufverhalten ebenfalls überdenken. Vielleicht 30 Tage lang. In dieser Zeit werde ich mir Bargeld an die Seite legen. Und dann kauf ich mir das Parfüm. 😉

Wir sehen uns am Geldautomaten!

Eure Steffi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steffi

4 Comments

  1. Ein Beitrag, der mich wirklich zum Schmunzeln gebracht hat. Ich habe geldbedingt während den letzten zwei Monaten, die ich meine Masterarbeit geschrieben habe, nichts geshoppt und merke, dass ich jetzt dadurch viel wählerischer geworden bin und Impulsen weniger schnell nachgehe. Ein kleines Shopping Detox wirkt also Wunder!
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

  2. Der Post ist wirklich mal was anderes und toll geschrieben! Ich finde es wahnsinnig interessant, dass du den Auslöser des ‚Haben Wollens‘ so gut analysiert und auf den Punkt gebracht hast: wir wollen meist etwas an uns oder unserem Leben verbessern. Ehrlich gesagt muss ich gestehen, mir bis dato darüber kaum Gedanken gemacht zu haben!

    XX aus Nürnberg
    Jecky
    Want Get Repeat

  3. Wow, ich glaube du sprichst so ungefähr jeder Shoppingbegeisterten aus der Seele! Ich kenne deine „Probleme“ nur zu gut.. es gibt einfach zu viele schöne Beauty-Artikel, Klamotten und Accessoires! 🙂
    Ich werde es mal mit deinen Tipps versuchen!

    Liebe Grüße!

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